Hier die Folge III der KORROSIONSSCHUTZ-Serie.
Im Forum gepostet unter dem Titel: „KORROSIONSSCHUTZ, ehe es zu spät ist - Dieses Mal: Endpitzen, wenn der Rost unter die Plastik-Karosse kriecht".

Weitere Themen waren bisher:

  • Marode Outrigger und weitreichende, unbeachtete Folgen für den ganzen TransSport
  • wichtiger Sicherheitshinweis: Bremsleitungen (Metall) regelmäßig prüfen/ersetzen

Hier soll es nun aber um die Endspitzen gehen, zu finden rechts und links unter dem hinteren Stoßfänger. Will man genau hinsehen, muss man zumindest die Stoßfängerhaut demontieren, so zu sehen auf dem ersten Foto.

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Gleich anfangs möchte ich anmerken, dass es oft - wenn auch nicht zwingend - bei den Modellen ab 1994 deutlich schlimmer aussieht als bei denen, die zwischen 1989 und 1993 gebaut wurden. Den Grund könnt ihr auf den Bildern unten erkennen - nach 1993 wurde ein Pressgang weggelassen, somit entfielen die Abflussöffnungen in den Endtaschen. Verstopfen nun die zu kleinen Öffnungen in den Ecken oder sind mit Dichtmasse versperrt, so fährt man auf jeder Seite ein kleines Aquarium spazieren.

Meist merkt dies der Fahrer nicht, auch auf der Bühne fällt es erst auf, wenn der Boden der Endspitzen vom Rost durchfressen wurde und auch unbemerkt schon unter die Verklebung der Seitenteile gekrochen ist. Selbst wenn der Rost noch nicht durchgebrochen ist, empfehle ich zumindest eine Probebohrung um den Zustand beurteilen zu können und ggf. noch rechtzeitig aktiv zu werden.

Folgend nun die Fotos einer „fast zu spät"-Restaurierung, durchgeführt im Jahr 2006 an einem 1995er Pontiac TransSport 3.8V6 (US-Modell)

Ich wünsche euch viel Spass bei dieser Doku (zumindest beim lesen).

Vielleicht legt sich der ein oder andere ja danach mal unter den TransSport und guckt sich seine Endspitzen genauer an?!

 

1. Stoßfänger enfernt: Hier lässt sich schon böses ahnen...

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2. Nach dem Geprokel mit dem Schraubendreher ein beherzter Schnitt und... Ja! Es ist schlimmer als geahnt!

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3. Das Geheimnis der frühen Modelle (bis Ende 1993): Ablauföffnungen in den Endspitzen. Ab 1994 entfallen diese, die Suppe bleibt drinnen und es rostet!

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4. Das Blech lässt sich mit der Zange abziehen - teilweise treffen hier 3 - 4 Schichten Blech aufeinander – Feuchtigkeit dringt ein und der Rost kann sich breitmachen.

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5. Da hilft nichts - da der Rost bis unter die aufgeklebten Karosserieteile gekrochen ist muss ein Teil (4 bis 5cm) der Plaste weichen um wieder auf eine schweißbare Basis zu kommen (vergl. mit vorherigem Bild). Auch rückseitige Bleche müssen raus, soweit man eben kommt.

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6. Hohlräume "fertanisiert"

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7. Fertan großzügig eingesetzt - muss aber noch gründlich mit Wasser abgespült werden...

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8. Hier werden die Bleche zur Dreiecks-Versteifung hin neu eingesetzt.

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9. Rückwand neu eingesetzt.

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10. Ansicht von innen: mehr wegzunehmen wäre schwierig gewesen - zumindest, wenn nachher wieder Blech eingeschweißt werden soll.

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11. Für guten Rostschutz sorgen!

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12. Neue Bleche werden angesetzt und gleich angeschweisst. Komplett per Hand angefertigt - die Teile aus dem Schlachter waren zu dünn und hätten sich nicht gut ausbauen lassen. Gut lassen sich die Ablauföffnungen erkennen, die wir jetzt hinzugefügt haben.

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13. Hier werden die neuen Endspitzen eingeschweißt.

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14. Noch etwas uneben das ganze...

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15. Mit der Fächerscheibe die Schweißpunkte noch etwas glätten.

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16. Hier nochmal der Blick von unten mit Einblick in die Ablauföffnungen - hierdurch lässt sich dann nachher auch noch Hohlraumversiegelung bzw. besser Wax einsprühen!

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17. Hier die Beifahrerseite vor dem Einschweißen der neuen Formteile.

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18. Hier wieder so wie es sein soll!

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19. Gute Rostschutzfarbe und schon sieht das ganze gar nicht mehr so schlecht aus - wenn nur nicht das Plastik dafür hätte weichen müssen.

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20. Fast wie original - nur mit weniger Rost...

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21. Und in den Radkästen dann die nächste Überraschung: Logisch, der Unterbodenschutz wird hart, wird von Wasser unterwandert und es gammelt ohne dass man etwas merkt. Hier eine kleine Durchrostung im Radlauf vor der Schiebetür.

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22. Auch hier musste geschweißt werden - nur zupampen bringt es ja auch nicht...

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23. Anschließend die Stoßstellen der beiden Bleche wieder versiegeln (Sikaflex o.ä.), rostschützen und später kam dann noch eine neue Schicht semi-flexibler Steinschlagschutz in den Radkasten und auch um die Endspitzen.

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