Es ist von enormer Wichtigkeit die Bremsleitungen im Bereich der Outrigger (Querversteifungen hinter den Vorderrädern) regelmäßig zu überprüfen!

Hinweis: Diese Warnung hört sich vielleicht etwas übertrieben an, weil man meint, dass dies selbstverständlich sei. Oft genug sehen Werkstätten aber drüber hinweg - zumal die Leitungen in diesem Bereich nochmals umwickelt sind. Auch bei der Hauptuntersuchung alle zwei Jahre wird ggf. nicht ausreichend darauf geachtet.

Beim nächsten Werkstatt-Aufenthalt bitte der Sicherheit wegen die Bremsleitungen besonders in diesem Bereich prüfen:

bremsleitungen

Im hell markierten Bereich die Metall-Bremsleitung unter den Outriggern und 30cm nach hinten und bis in den Radkasten hinein sorgfältig prüfen!

Sind die Outrigger schon am rosten - und das ist ein bekanntes Problem bei unseren (doch schon in die Jahre gekommenen) Fahrzeugen - dann läuft die Rostsuppe ständig über die Leitungen in diesem Bereich und schwächen diese ebenfalls durch Korrosion.

Eigene Erfahrungen: Ich habe mein Bremsleitung nur ganz vorsichtig etwas zur Seite gedrückt, da ich die Outrigger tauschte: Auf beiden Seiten sofort undicht geworden und gebrochen!

Wenn der TÜV/Dekra gründlich prüfen packen sie eh dort an und ruckeln etwas - geht die Leitung dabei kaputt kann man dann erstmal einen Abschlepp-Anhänger & Co. organisieren. Schlimmer - wenn nicht so genau geschaut wird und die Leitung unbemerkt undicht wird - BREMSVERSAGEN!

Was also tun?

  • In der Werkstatt prüfen lassen, wenn alles ok ist sich dies schriftlich bestätigen lassen. So hat man die Garantie, dass gründlich geguckt wurde. Will man selbst ran: Ruhig etwas kräftig dran hin und her ruckeln - wird die Leitung dabei undicht, dann war es sowieso höchste Zeit! Daher lohnt es sich Werkzeug und alle evtl. benötigten Ersatzteile schon parat zu haben, wenn man nicht noch ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung hat. Und es versteht sich von selbst, dass man dies an seinem Schrauberplatz testet und nicht unterwegs am Straßenrand.

Material & Werkzeug:

  • Leitung (4,75mm stark) gibt es auf Rolle - auch Teilstücke dürfen ersetzt werden können, dafür gibt es spezielle Verbinder, die auch bei der nächsten Hauptuntersuchung nicht bemängelt werden. Ein Komplettersatz ist natürlich zu bevorzugen, ist auf der Beifahrerseite nicht ganz einfach. Weiter wird ein Bördelgerät benötigt, dass den Bördeltyp F erzeugen kann. Bördeltyp E wird ggf. ebenfalls benötig, abhängig davon welcher Verbinder gewählt wurde. Ebenso die Anschlussstücke (an Bremsschlauch hinten und/oder ABS-Block vorne) dürfen nicht fehlen.

In dieser Hinsicht ist der TÜV doch eine sehr lobenswerte Sache, sofern sie denn immer ein Auge darauf haben (nicht immer leider). So wird hoffentlich zumindest alle zwei Jahre mal drüber geguckt, wenngleich das natürlich auch schon zu spät sein kann!

Bitte tut Euch, Euren Passagieren und anderen Verkehrsteilnehmern also den Gefallen und überprüft das mal genau!


 

Zusatzinfo: Ich füge hier mal ein Video von einem etwas besseren Bördelgerät ein, dass auch eine Doppelbördelung nach Typ F hinbekommt. Soll jetzt keine Werbung sein, man sieht hier halt recht gut wie gearbeitet wird und wie das Resultat aussieht. Auch Typ E geht damit.

   
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