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Das Rezept für gutes Scheinwerferlicht...
Presented by: Nasenbeer
Uns allen ist ja die Lichtschwäche des TS aufgrund mangelnder Leitungsquerschnitte durchaus bekannt. Entweder als Leidtragende oder zumindest vom Hörensagen.
Doch es gibt einen Licktblick: Im folgenden Artikel erklärt uns Andy (aka Nasenbeer) wie und mit welchen Hilfsmittel man die Lichtausbeute der serienmäßigen Scheinwerfer verbessern kann. Und zwar ohne illegale Mittel wie z.B. höhere Wattzahl bzw. Bauteile ohne ABE - so, dass am Ende auch der TÜV nix zu meckern hat.
Bitte auf Weiterlesen klicken um den ganzen Artikel zu lesen: Um Ladezeiten in der Übersicht zu minimieren findet sich die Bilderserie erst auf der nächsten Seite...
Uns allen ist ja die spärliche Lichtausbeute des TS aufgrund mangelnder Leitungsquerschnitte durchaus bekannt. Entweder als Leidtragende oder vom Hörensagen. Nun habe ich mich endlich - nach Anregung und Unterstützung von HeavyHinkel und Bon@Karl – dazu durchgerungen die Abblend- und Fernlichter des TS mittels neuer Kabel und Relais wieder ihrer eigentlichen Funktion zu befähigen. Nämlich die Straße und die nähere Umgebung vernünftig auszuleuchten! In diesem folgenden kurzen Beitrag sind die Installation und die benötigten Teile kurz beschrieben. Sollten dennoch Unklarheiten bestehen, so stehe ich selbstverständlich und gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
Für die Installation sind eigentlich Kabel mit einem Querschnitt von 1,5 mm² durchaus ausreichend. Ich habe mich dennoch für Kabel mit einem Querschnitt von 2,5 mm² entschieden. Mit den größeren Querschnitten reduziert sich der Widerstand in den Kabeln, aber der Widerstand der Kabel bei der Verarbeitung ist dafür höher!
Die Flachsteckhülsen 6,3 sind zwar für Kabelquerschnitte bis 2,5mm² ausgelegt, aber mit den 2,5 mm² mehrlizigen Kabeln muss man sich schon etwas abmühen um sie in die Flachsteckhülsen zu bekommen.
Die erste von mir installierte Variante mit einlizigen Kabeln (NYM-J 5x2,5) (siehe Bild oben) war aufgrund der Unbeweglichkeit der einzelnen Leitungen dann doch nicht so die ideale Lösung. Zumal sich die Kabel beim Birnenwechsel aufs Intensivste gegen den Aus- und Einbau des Scheinwerfers gewehrt haben. Ebenso hat sich die Variante mit Flachsteckhülsen (Extrabreit, Größe 8) anstelle der Lampensockel als Verbindung zu den Glühbirnen nicht bewährt. Die Flachsteckhülsen sind zu groß und sitzen nicht 100%ig auf der Birne.
Zusammen mit den steifen Kabeln war der Spaß an der neuen Lichtausbeute sehr kurzweilig und ich habe mich dann doch für die Variante mit Lampensockeln und mehrlizigen flexiblen Kabeln entschieden.

vier Kfz-Relais 30A (je Abblendlicht eines und je Fernlicht eines) - 840629 Conrad Electronic 3,04€/Stück

einen Sicherungshalter - 852176 Conrad Electronic 7,95€

24 Flachsteckhülsen 6,3

zwei Abzweigverbinder
(Ohne Abbildung)
zwei Stück Ringkabelschuhe mit 6 mm, vier Stück Ringkabelschuhe mit 8 mm und zwei Stück mit 12 mm Durchmesser
vier Stück Lampensockel H4 - 14072 Der Franzose 2,35€/Stück (www.derfranzose.de)
viele, viele Kabelbinder in verschiedenen Stärken
Schrumpfschläuche für die Flachsteckhülsen (erspart das Verarbeiten von Isolierband)
Weitere Zutaten (ohne Abbildungen):
Info: Die Kabel sind bei mir nicht in Kfz-typischen Farben für Plus und Masse, da ich nicht die entsprechenden Farben hatte. Leitungen zum Plus der Batterie sind normalerweise rot. In meinem Fall schwarz. Und schwarz ist ja in der Regel Masse, die bei meiner Installation jedoch in blau, bzw. grün/gelb verlegt wurde. Wichtig ist das es funktioniert. Die Masse der vier Glühbirnen habe ich direkt in der Nähe der Scheinwerfer an der Karosserie abgegriffen und somit das Verlegen der Masseleitungen durch den Motorraum gespart. Bei einer Verlegung der Kabel für die Scheinwerfer der Beifahrerseite an der Schottwand muss man schon gut vier Meter Kabel rechnen. Für die Fahrerseite reichen zwei Meter. Für die Verkabelungen der Relais und des Sicherungshalters sollte dann auch noch etwas dazugegeben werden. Dann werden für die Steuerleitung vom Abblendlicht und Fernlicht auch noch jeweils zwei Meter Kabel mit 1 mm² oder 1,5 mm² benötigt. Hier würde ich keine 2,5 mm² Kabel nehmen, da zwei Kabel in einen Flachsteckhülse gepresst werden müssen! Und außerdem ist ein Querschnitt von 2,5 mm² nicht nötig, da das Relais nur ca. 1,8 Watt zum Schalten benötigt und dies auch bei der weniger als 12 Volt anliegenden Spannung möglich ist.
Küchenwerkstatt
Eine Auto-Werkstatt .... oder doch ein Auto mit Werkstatt 
Freilandwerkstatt
maximal EINE linke Hand
Und natürlich so einen...
Der kann allerdings von dem hier gezeigten im Design und der Farbe etwas abweichen. Die Scheinwerferproblematik sollte allerdings dieselbe sein!
Relais:
H4 Lampe (auf die Anschlüsse gesehen)
So, nun zur Vor-Installation. Diese lässt sich vorab in der guten warmen Stube erledigen. Als Träger für die Relais und den Sicherungshalter habe ich bei Hornbach einen verzinkten Winkel (Flachstahl-Betonanker) gekauft. Dieser Betonanker ist schon mit diversen Löchern versehen, die von der Aufteilung sehr gut für die Anbringung der Relais geeignet sind. Die Bohrungen für die Befestigung der Relais musste ich für Schrauben M5 aufbohren (5,5 mm) und die des Sicherungshalters zwischen den Relais neu bohren.
Sicherungshalter und Plus-Anschlüsse:
Die Lampensockel lassen sich auch "vormontieren". Für die Masseleitungen vier ca. 40cm lange Kabelstücke verwenden. Nicht zu sparsam, denn je länger, umso komfortabler ist später der Ein-, Ausbau des Schweinwerfers bei einem Birnenwechsel. Die Kabelstücke jeweils an einem Ende mit den Flachsteckhülsen der Lampensockel versehen, in die Lampensockel stecken (Masse links!) bis sie einrasten und die jeweils anderen Enden mit Ringkabelschuhen 8 mm versehen:
Die Kabel von den Relais zu den Lampen lassen sich auch schon mal grob vorfertigen. Für die Beifahrerseite je vier Meter Kabel, für die Fahrerseite zwei Meter Kabel zuschneiden, an einem Ende mit den Flachsteckhülsen der Lampensockeln versehen und in die Lampensockel stecken (Abblendlicht oben, Fernlicht rechts!) bis sie einrasten.
Nun ist die Vorbereitung vorbei und es geht ans Kochen ... äh, Montieren! D.h. die gute Stube verlassen und zum TS aufbrechen.
Relaisstation:
Zuleitung zu den Scheinwerfern:
Die verbliebene original Masseleitung kann dann auch soweit wie möglich gekürzt und isoliert werden. Sollte auf der Beifahrerseite noch der original Lampensockel vorhanden sein, kann man ihn lassen und erspart sich das Isolieren. Aber wegen des Platzbedarfes ist es besser die original Lampensockel zu entfernen und die Kabel so weit wie möglich zu kürzen und zu isolieren.
Die vier neuen Lampensockel auf die jeweiligen Birnen stecken und dann geht das Kabelverlegen los! Die Kabel erst mal in der Nähe der Lampensockel mit Kabelbinder zusammenfassen, damit sie nicht so kreuz und quer durch die Gegend fliegen. So lässt sich dann der Scheinwerfer einfacher ein- und ausbauen.
Masseverbindungen:
Beifahrerseite:
Die beifahrerseitigen Kabel laufen an dem bestehenden Kabelstrang bis zur Schottwand und an ihr entlang bis zur Relaisstation.
Kabel kürzen, Isolieren...
So, jetzt wo alle Kabel gelegt, mit Anschlüssen versehen und isoliert sind, kann die Endmontage beginnen!
Somit sind alle Kabel angeschlossen, alles befestigt und die Installation kann getestet werden.
Und jeeeeeeeeeetzt...
Danke an Thomas & Mathias für die Unterstützung beim Umbau und Martin für die Unterstützung bei dieser Seite!
Grüße und viel Erfolg beim Umbau
Nasenbeer (Andy)
Aktualisiert (Dienstag, den 26. Januar 2010 um 19:14 Uhr)
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